Berichten zufolge wird das japanische Start-up EX-Fusion demnächst eine Vereinbarung mit dem australischen Raumfahrtunternehmen Electro Optic Systems abschließen, um Technologie zur Verfolgung von winzigem Weltraumschrott, der die Erde umkreist, vor Ort zu testen.

EX-Fusion mit Sitz in Osaka ist auf Laser spezialisiert, mit dem Ziel, einen kommerziellen Laserfusionsreaktor zu realisieren. Bisher wurde die Fusionsforschung und -entwicklung von der japanischen Regierung durchgeführt, die hinsichtlich des Forschungs- und Entwicklungsfortschritts stark eingeschränkt war. Daher nimmt EX-Fusion hohe Entwicklungsrisiken in Kauf und beschleunigt die Entwicklung der für die Kommerzialisierung notwendigen Technologien, indem es sich als japanisches Laserfusionsenergie-Startup etabliert. Es nutzt modernste Lichtsteuerungstechnologie und Erkenntnisse aus der Realisierung kommerzieller Laserfusionsreaktoren, um die Technologie im Energiebereich und in verschiedenen Industriesektoren voranzutreiben. EX-Fusion beteiligt sich am Australian Applied Research Program in Laser Technology.
EX-Fusion wird voraussichtlich während eines Besuchs von Yasutoshi Nishimura, dem japanischen Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, in Australien ein Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnen. Seine Vertreter von 11 Startups begleiteten Nishimura bei seinem Besuch, der am Freitag begann.
Die beiden Unternehmen werden eine Technologie erproben, mit der mithilfe von Lasern Weltraumschrott erkannt werden kann, der nur drei Zentimeter groß ist, was etwa der Größe einer Erdnuss entspricht. Das EOS Cluster Space Surveillance System in Australien wird ein Überwachungsgerät beherbergen, das Komponenten von EX-Fusion und EOS kombiniert.
Weltraumschrott, der die Erde umkreist, ist zu einer Belastung geworden, weil er mit Satelliten kollidieren und Schäden anrichten kann. Viele private Unternehmen versuchen, Weltraumschrott aufzuspüren, doch 5 Zentimeter gelten als theoretische Grenze für die Entdeckung. Die australische Regierung unterstützt die Raumfahrtindustrie voll und ganz. Weltraumtechnologie gilt seit langem als Teil der nationalen Sicherheit, aber es gibt Grenzen für das, was ein Land alleine tun kann, und die japanische Regierung hofft, die Partnerschaft zwischen EX-Fusion und EOS als Ausgangspunkt für den Ausbau ihrer Zusammenarbeit mit Australien zu nutzen, wo Sowohl der öffentliche als auch der private Sektor betreiben Forschung und Entwicklung in der Weltraumtechnologie.
In den Vereinigten Staaten gab die Federal Communications Commission diese Woche bekannt, dass sie ein Unternehmen mit einer Geldstrafe belegt hat, weil es stillgelegte Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn belassen hat. Es wird davon ausgegangen, dass es das erste Mal ist, dass die Behörde eine solche Geldbuße gegen ein Weltraumschrottunternehmen verhängt hat, ein Schritt, der Druck auf andere Betreiber ausüben wird, Weltraumschrott zu entfernen.





