Eine in der Ausgabe von Scientific Reports vom 12. Oktober veröffentlichte Proof-of-Concept-Studie legt nahe, dass der Einsatz von Lasern zum Schmelzen von Mondboden ein härteres, geschichtetes Material erzeugen könnte, das zum Bau von Straßen und Landeplätzen auf dem Mond verwendet werden könnte. Obwohl diese Experimente auf der Erde unter Verwendung eines Mondstaubersatzes durchgeführt wurden, deutet der Nachweis der Machbarkeit der Technologie darauf hin, dass sie auf dem Mond nachgebildet werden könnte.
Mondstaub stellt aufgrund der geringen Schwerkraft eine große Herausforderung für Mondrover dar und Mondstaub schwebt herum, wenn er gestört wird, und kann die Ausrüstung beschädigen. Infrastrukturen wie Straßen und Landeplätze sind daher von entscheidender Bedeutung, um Staubprobleme zu mildern und den Transport auf dem Mond zu erleichtern. Allerdings ist der Transport von Baumaterialien von der Erde kostspielig und es ist notwendig, die vorhandenen Ressourcen auf dem Mond zu nutzen.
Wissenschaftler der Fachhochschule Ahlen, der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und anderer Institutionen verwendeten dieses Mal einen Kohlendioxidlaser, um ein feinkörniges Material namens EAC-1A (entwickelt von) zu schmelzen der Europäischen Weltraumorganisation als Ersatz für Mondlehm), um zu simulieren, wie Mondstaub auf dem Mond durch fokussierte Sonnenstrahlung zu einer festen Substanz geschmolzen wird. Um das feste Material zu erzeugen, experimentierte das Team mit Laserstrahlen unterschiedlicher Intensität und Größe (bis zu 12 Kilowatt bzw. 100 Millimeter Breite). Sie stellten jedoch fest, dass der Einsatz gekreuzter oder überlappender Laserstrahlen zu Brüchen führen könnte. Aus diesem Grund entwickelten sie eine Strategie, Laserstrahlen mit einem Durchmesser von 45-Millimetern zu verwenden, um eine dreieckartige Struktur mit Seiten von etwa 250 Millimetern und einer hohlen Mitte zu erzeugen, die ineinander eingebettet werden konnten, um im Großen und Ganzen feste Oberflächen zu erzeugen Gebiete mit Mondboden, die als Straßen und Landeplätze dienen sollen.
Das Team errechnete, dass zur Reproduktion dieser Methode auf dem Mond eine etwa 2,37 Quadratmeter große Linse von der Erde herübertransportiert werden müsste, die anstelle eines Lasers als Fokussierer für das Sonnenlicht fungiert. Die geringe Größe der benötigten Ausrüstung könnte bei zukünftigen Mondmissionen von Vorteil sein.






